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Ein Kubus für die Arbeit

Jahreskarte für Bus und Bahn oder ein ein neues Fahrrad? Wie komme ich in Hamburg am besten zur Arbeit? Mit dem Hamburger Verkehrsverbund braucht es gute 55 Minuten, sofern die S3 überhaupt mal fährt. 15 Minuten – je nach Ampelschaltung – mit dem Rad. Schnell war klar, die Vorteile eines Drahtesels überwiegen. Stau, Verspätungen, Ausfälle und Gedrängel an Bahn- und Bustüren entfallen. Dazu kommt der positive Effekt auf Körper und Umwelt.

Allerdings hat man sich in der Stadt – Hallo Altona! – schnell mal einen Platten gefahren. Über die Jahre Stadtradeln hat man die Handgriffe, um einen Schlauch zu flicken, bzw. auszutauschen gelernt – also kein Problem. Und Regen? Da muss man letztlich eh durch. Sei es der Weg zur Bushaltestelle, die nicht immer überdacht ist, oder die letzten hundert Meter von der S-Bahn zum Schreibtisch. Ordentliche Regenkleidung hat man hier im Norden im Schrank – also auch kein Problem! Auf dem Heimweg macht es regelrecht Spaß durch den Regen zu fahren. Einfach alle Pfützen mitnehmen und sich auf ein Heißgetränk freuen. Weitere Wartungsarbeiten an einem Rad sind überschaubar.

Sonderfall Schnee: Sobald in Hamburg auch nur eine Schneeflocke hochkant steht, bricht das pure Chaos aus. Bleibt weg von Straßen und achtet besonders auf Autos mit HH Nummernschild!

Statt der Jahreskarte sollte es nun das neue Rad werden. So ging es zu einem Fahrradhändler in Hamburg. Ich musste mich voll auf den Fachmann verlassen, der einerseits natürlich verkaufen will, sich aber auch täglich mit den Velos auseinandersetzt. Nachdem Budget und Einsatz geklärt waren, konnte ich vor Ort auf verschiedenen Rädern eine Runde drehen. Verrückt, wie sich so ein Markenrad anfühlt. Zuvor bin ich nur alte, gebrauchte, bzw. billige Dinger gefahren. Eines fuhr sich besonders gut. Das mit dem markanten Unterrohr – das wollte ich haben! Allerdings mit einem 52er Rahmen, das erst noch geliefert werden musste.

Nach zwei Wochen war es da: das Cube Nature Allroad (Version 2019).

Das Cube ist ein Crossbike, das mich seitdem auf meinen täglichen Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen und auf kleinen Tagesausflügen begleitet. Für die Teilnahme am Straßenverkehr sind alle nötigen Teile montiert. Die Klingel klingelt, das Licht leuchtet und die Reflektoren reflektieren – super! Schutzbleche hat das gute Stück auch. Mit der Federgabel kann man entspannt über Feld- und Waldwege radeln und durch den Speed-Lock-Hebel auf der Gabelkrone kann man die Gabel »starr« fahren – nettes Features. Die Schaltzüge der Shimano Kettenschaltung sind im Rahmen verlegt und die hydraulischen Scheibenbremsen versprechen geringe Wartungsarbeiten. Bisher hatte ich kein einziges Problem mit der Bremsanlage. Kein Nachjustieren, kein Tausch der Bremsbelege und ein Verschleiß der Felge fällt auch weg. Einen Platten hatte ich bisher auch noch nicht – das wundert mich selbst.

Nach über 2000 Kilometer sind wir richtig gute Freunde geworden. Auf Radreise und auf Trails wird mich das Cube allerdings nicht begleiten – dazu bald mehr.

Fahrt vorsichtig!
Poffer 

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